Symbolfigur "Ritter Haugg" - Haugga-Narra

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Symbolfigur „Ritter Haugg“

Der Name „Haugga“ leitet  sich aus dem Hausnamen der Essinger Bevölkerung ab. Dieser wiederum geht  zurück auf die Familie der „Hack von Hoheneck“. Von der  mittelalterlichen Bevölkerung einfach „die Hakken“ oder „Haugga“  genannt.

Die  Figur des „Haugg“ wird seit der Vereinsgründung 1978 verkörpert.  Anfänglich im Gewand eines Narren, später schon eher einem Ritter ähneln  in der Gewandung eines Landsknechts.

Anlässlich des  Jubiläumsjahres wurde das Gewand unserer Symbolfigur neu gestaltet.  Dieser Neugestaltung gingen Monate der Vorbereitung der Recherche  voraus.

Der Haugg als Landsknecht  hatte sich zwar im Laufe der Jahre etabliert. Dem Bild eines Edelmannes  und einflussreichen Vogts verkörperte er jedoch nicht. Weiter tauchen  Landsknechte erst im 14 Jh. auf. Sie waren Söldner und vor allem im 30  jährigen Krieg gefürchtet.

Gemeinsam mit dem Landesarchiv Baden-Württemberg  und dem Landesamt für Völkerkunde entstand durch eine historische  Gewandschneiderin ein originalgetreues spätmittelalterliches Gewand in  den Originalfarben unserer Namensgeber, Rot und Silber.

Nun historisch korrekt zeigt  unser „Ritter Haugg“ einen reichen Edelmann in Waffenrock. Er  verkörpert die Familie der Hack von Hoheneck und trägt daher deren  Familienwappen im Original sowohl auf dem Waffenrock, wie auf seinem  Umhang. Das Schwert als Zeichen seiner Ritterwürde darf natürlich nicht  fehlen.

Der Ritter Haugg und seine Remsquell-Narren

Heute zeugen nur noch Ruinen  von längst vergangener Macht und Blüte. Einst reckten sich die dicken  Mauern der Lauterburg trutzig und stark gen Himmel.

Herr auf dieser Burg sowie des weitläufigen Umlands - ja sogar Herr über das reiche Aalen - war Walterus Haggo nobilis de Luterburg. Ein Edelmann von hoher Geburt. Vom Volk genannt der "Ritter Haugg".

Es war ein grauer,  verregneter Wintertag. Müde von einem langen Ritt durch sein  Herrschaftsgebiet stillte "Ritter Haugg" seinen Durst an der Remsquelle.  Munter, lebendig und frisch sprudelte ihm das köstliche Nass entgegen.

Doch was war das? Wie er  sich über die Quelle beugt, erblickt er nicht sein eigenes Spiegelbild:  Eine Fratze mit schelmisch, breitem Grinsen blickt ihm entgegen. Ein  Trugbild seiner Müdigkeit?! "Ritter Haugg" taucht seine Hand in die  Quelle und will Wasser schöpfen.

Eine blaue Hand packt Ihn  und zieht in scheinbar zu sich hinab. Der "Ritter Haugg" stemmt sich mit  aller Kraft dagegen. Ein Ruck - und mit lautem Schellenklang entspringt dem Wasser ein bunter Barde.

Glücklich über seine  Befreiung umarmt die Gestalt den "Ritter Haugg" und tanzt heiter umher.  Erfreut und belustigt nimmt der "Ritter Haugg" diesen lustigen und  bunten Gesellen mit auf seine Lauterburg. Damit ziehen Frohsinn und  Heiterkeit ein, welche die grauen und kalten Wintertage im Nu vergehen  liessen.

Nach dem lebendigen und frischen Wasser aus welchem er befreit wurde, wird dieser lustige Geselle genannt: Der Remsquell-Narr.

Seit jenem Tage kommt der Remsquell-Narr im Winter für einige Wochen und verbreitet dem Essinger Volk mit seinem schelmisch-breitem Grinsen Frohsinn und Heiterkeit.
Chronik unserer Symbolfigur

1978 Horst Klemmer
1979-1981 Josef Kurz
1981-1985 Dieter Stegmeier †
1985-1994 Georg Jooß †
1994-1998 Heinz Roth
1998-1999 Dieter Ikinger
1999-2007 Heinz Roth
2007-2012 Michael Kammerer
2012-2019 Anton Bommersbach
2019-lfd    Udo Schösser


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