Gründungsgeschichte - Haugga-Narra

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Unsere Gründungsgeschichte

Faschingsumzüge haben in Essingen eine alte Tradition. Bereits vor den Wirren der Weltkriege wurde am Faschingssonntag durch die Straßen von Essingen gezogen. In den Nachkriegsjahren wurden die Umzüge durch die freiwillige Feuerwehr organisiert. Auch gab die Feuerwehr jährlich zur Faschingszeit eine „Faschingszeitung“, in welcher die amüsanten Geschehnisse der Ortsbevölkerung auf die Schippe genommen wurde, heraus.
 
Ende der 70ger Jahre fanden sich immer weniger Freiwillige, die sich um die Organisation des Umzugs sowie der Faschingszeitung kümmerten. Als Stimmen laut wurden, dies künftig nicht mehr zu organisieren, gab es dennoch ein paar Männer, die das bunte Treiben während der tollen Tage in Essingen nicht einschlafen lassen wollten. Allen voran: Richard Böhringer.
  
So wurde die Idee geboren eine Faschingsvereinigung zu gründen. Anfänglich als Vereinigung, die aus den größeren Essinger Vereinen heraus geht, wie z.B. der TSV, die Feuerwehr, Musikverein, ...
  
Der Name der künftigen Karnevalisten stand schnell fest: „Haugga“. Der alte Essinger Hausname, der sich aus dem Familiengeschlecht der „Hack von Hoheneck“ ableitet, sollte es sein. Wenn Sie mehr über unsere Namensgeber erfahren möchten, klicken Sie hier.

 
Nach der anfänglichen Euphorie zogen sich die Vereinsvorstände immer mehr zurück. Es hat schon ein paar Anläufe im Gasthof Sonne benötigt. Beim dritten Versuch am 25.07.1978 wurde der Druck von Richard Böhringer erhöht: „ Wenn der Verein heute nicht gegründet wird, ziehe ich mich auch zurück!“  Das war vielleicht notwendig, denn mit anfänglich 10 Mitgliedern wurde an diesem Tag die „Haugga-Narra“ gegründet.

 
Gründungsmitglieder der Haugga-Narra sind:
 
Richard Böhringer
Hans Holz
Walter Landgraf  
Eckehardt Keefer
Karl Maier
Georg Mayer
Jürgen Sperle
Dieter Stegmaier
Dieter Tanzer
Otto Tschepliakow

Erster Vorstand bis zur ersten ordentlichen Mitgliederversammlung wurde Richard Böhringer.

Der erste Narrenruf lautete „Zicke-Zacke Zicke-Zacke Haugg, Haugg, Haugg“. Als jedoch die Aufnahme in den Landesverband Württembergischer Karnevalvereine (LWK) beantragt wurde, musste ein anderer her, da dieser den karnevalistischen Grundsätzen widersprach. Aus der Not kam die Tugend und so wurde der noch heute umjubelte Narrenruf „Haugg-NarrÉ“ auserkoren. Er ist einfach die Abkürzung des Vereinsnamens: Haugga-Narra Essingen. Einfach Clever!

Als erste Abteilung gab es die Narren-Polizei (NaPo). Etwas Später kam der Elferrat hinzu. Schon 1980, unter der Initiative von Conni Grüne, wurde eine Garde gegründet.

Die Ehefrauen der Mitglieder der NaPo und des Elferrats wollten während der tollen Tage nicht alleine das Haus hüten. So setzten sie sich zusammen, nähten und strickten und liefen als Hexen an den Umzügen mit. Während des Haugga-Balls studierten die Frauen lustige Tänze und Sketche ein und sorgten als „Hausfrauenballett“ für Begeisterungsstürme.

Aus den anfänglichen Kinderschuhen ist der Verein längst gewachsen. Pessimisten sagten das Ende der Haugga-Narra damals nach höchstem einem Jahr voraus. Zwischenzeitlich über 30 Jahre alt lenkt die Vereinsgeschicke zwischenzeitlich die Generation der damaligen Vereinsgründer.

Heute präsentieren sich die Haugga als Stütze des Essinger Vereinslebens. In 5 Abteilungen wirken rund 120 aktiv mit. Für jedes Alter und jede Generation ist bei den Haugga etwas geboten. Geselligkeit und ein ausgewogenes Miteinander prägen unser Vereinsbild.

Schön, dass die 10 Männer den Mut noch fanden und einen Karnevalsverein in Essingen gründeten. Wir sind ihnen ewig dankbar und sie können stolz sein, auf das was sie geschaffen haben.

Fasching in Essingen vor 1978
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